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Benzin bleifrei (95) essence sans plomb
(Super 95 oct)
ab 21.10.2008
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Benzin bleifrei (98) essence sans plomb
(Super 98 oct)
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   Entgleisungen

   Wenn der Kreditanstalt für den Wiederaufbau Deutschlands einfach mal so unterläuft, schnell noch Hunderte Millionen Euros an eine Konkursfirma zu überweisen, so muss dies nicht mehr wundern. In Audun-le-Tiche wurde es einem Lokführer mal kurz schlecht, und die Lokomotive hat sich zuguterletzt selbst abgebremst. Im Gegensatz zu mancher Bank hatte nämlich der Bahnsteig noch Schotter zur Verfügung. So ist dieser Bremsversuch weitaus glimpflicher abgelaufen als so manch ein Versuch der Europäischen Zentralbank, den Konjunkturaufschwung abzuwürgen, bevor die "natürliche Rate der Arbeitslosigkeit" unterschritten werde. Denn im Gegensatz zu manchen Bänkern darf man diesen Herren nicht Unfähigkeit vorwerfen, sondern muss annehmen, dass sie durchaus wissen, was sie tun bzw. unterlassen zu tun.

 Damit sind wir beim Thema "Geld" angelangt! Sobald innerhalb einer Familie das Geld knapp wird, fangen die Streitereien in der Ehe oder zwischen Eltern und Kindern an. So jetzt auch, wie denn anders!,  in der Großen Familie der Europäischen Union. Der deutsche Finanzsparminister wettert gegen Österreich und die Schweiz in ihrer Funktion als Zulieferer der Raubritterburg Liechtenstein (deutschen Politikern als Parteispenden Recycling Center bestens geläufig).

 Die Franzosen indes treibt das Gespenst der Steueroase Luxemburg um. Der Fernsehsender France 2 hat sich jetzt bei Mr. Euro Juncker, der zufällig auch noch Premierminister in Luxemburg geblieben ist, für seine Sendung entschuldigt, die nicht die notwendigen feinen Unterschiede zu machen wusste, etwa zwischen Geldwäsche und legalen Bankgeschäften. In puncto Finanzen und Moral habe sich Luxemburg wenig vorzuwerfen, befinde es sich doch mit allen führenden Wirtschaftsnationen in bester Gesellschaft und stellt deren Banken nur den Platz, d.h. den "Bankenplatz", zur Verfügung. Alles im Rahmen der EU-Reglements. Man könne über alles reden, auch über das sog. "Bankgeheimnis"; aber vernünftig bitte!

 Privat jedoch ist J-C strikt gegen Casino-Kapitalismus. Er hält es lieber mit der christlichen Soziallehre. Wird aus Luxemburg jetzt ein Gottesstaat, etwa so wie Vatikanstadt? Wir möchten hoffen, dass dessen Gelder zumindest ebenso sicher angelegt sind wie die der Luxemburger oder deutschen Rentenkassen. Ansonsten verbliebe uns nur auf den Bibelspruch zu verweisen, demzufolge eher ein Kamel durch ein Nadelöhr sich zwängte, als dass hundert Reiche bzw. Spekulanten ins Himmelreich gelangten. Nach dem neuesten Weltarmut-Bericht könnte es im Himmel sehr eng werden und auch da vielleicht nur noch für Stehplätze reichen.

 Wenn nur die chinesischen Kommunisten keinen Strich durch die Rechnung machten, nachdem sie wohl den Kapitalismus mit dessen eigenen Mitteln zu besiegen fest entschlossen sind. Lieber tot als rot! hieß es einstens. Heute kommt der neue „Feierkrop“ heraus; er wird uns womöglich erklären, dass sich auch diese Alternative uns einfach nicht mehr stellt. Es bleibt nur noch „rot und tot“ als das einzig realistische Katastrophen-Szenario.

  >  "Reportage France 2: Déi franséisch Journalistenassociatioun SDJ an zwou Gewerkschaften hunn elo Directrice générale adjointe vu France2 schaarf kritiséiert"

   > "Rentenbeiträge bei insolventer US-Bank angelegt. Millionen bei Lehmann eingefroren"

Esch Bahnhof
 
Boomtown Esch ist immer noch eine einzige Großbaustelle. Doch die Stadt macht wieder einen weiteren Schritt voran. Die ersten Supermärkte eröffnen auf Esch Belval.

 Wie aber in all dem Chaos dahin kommen? Die meisten Gewohnheits-Autofahrer sind wohl unverzagt und nehmen auch diesen Hindernislauf in Kauf.

 Wer genug leidgeprüft ist und wirklich zu einem Nerven schonenden Einkaufserlebnis kommen möchte, für den ist wohl die neu geschaffene Busverbindung mit der Linie 3 und 4 vorzuziehen.








Bei der > École Supériere du Travail < haben die Abendkurse
wieder neu angefangen!


> Grenzgänger Forum <


Stets aktuell:

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen.
Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Sapere aude [wage es verständig zu sein]!
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
ist also der Wahlspruch der Aufklärung."

(Immanuel Kant)



  "So viel Habermas’sche Teleologie hat jeder von uns behalten, der auf Teilhabe am Diskurs und am allgemeinen Chit-Chat Anspruch macht: Würden wir nur alle schön ‘verständlich’, ‘wahr’, ‘richtig’ und ‘wahrhaftig’ kommunizieren - dies die vier Großkategorien des Herrn Habermas - dann falle uns der Fortschritt sozusagen naturnotwendig auf die Füße. Ein massiver Erlösungsglaube an die Kommunikation spukt also im Hintergrund des Habermas’schen Hirnkastens ständig herum, sein rationaler Diskurs ist an die Stelle von Hegels Weltgeist getreten und wird letztlich wie der schon alles richten."    (Klaus Jarchow: Ach, Jürgen Habermas!)

"In der Lebensmittelbranche bezeichnet man mit dem beschönigenden Wort Surimi Fischabfälle, die mit Lebensmittelfarbe und Formpressung das Aussehen edlen Sushis bekommen. Die ganze Aufregung um Marcel Reich-Ranickis Programmkritik bleibt Debatten-Surimi, wenn nicht analysiert wird, was die betriebswirtschaftlichen Gründe dafür sind, dass investigative Journalisten eine vom Aussterben bedrohte Spezies sind. Journalisten, die hinterfragen, die in der tagesaktuellen Hektik inne halten und sagen: Moment mal! Diese Journalisten gibt es immer weniger."


sokrates.lu